Fusibacter spp.
Die Gattung Fusibacter gehört zum Phylum Firmicutes, zur Klasse Clostridia und zur Ordnung Clostridiales. Bislang wurden lediglich drei Arten dieser Gattung beschrieben. Es handelt sich um Fusibacter paucivorans, isoliert aus Reservoirwasser einer Offshore-Ölförderquelle im Kongo (Ravot et al., 1999), Fusibacter tunisiensis, isoliert aus einem Fermenter, der Abwasser einer tunesischen Olivenmühle behandelt (Ben Hania et al., 2012), sowie Fusibacter bizertensis, kürzlich isoliert aus einem Abfluss am Boden eines korrodierten Kerosinlagertanks in Bizerte, Nord-Tunesien (Smii et al., 2015).
Diese Mitglieder der Gattung Fusibacter wurden als mäßig halophile, fermentative Anaerobier beschrieben, die in der Lage sind, Thiosulfat und elementaren Schwefel als terminale Elektronenakzeptoren zu nutzen und dabei Sulfid zu produzieren. Das gebildete Sulfid ist nicht nur toxisch für das Darmepithel, sondern kann auch die Disulfidbrücken in Muzinen reduzieren, wodurch die gelbildende Kapazität der Muzine vermindert wird. Dies wird häufig bei Personen mit Colitis ulcerosa beobachtet.