Jod
Jod ist ein Spurenelement, das in der Natur in kleinen Mengen vorkommt. Auch der menschliche Körper benötigt von diesem Mineral nur sehr geringe Mengen. Im Trinkwasser ist der Jodgehalt nahezu null, sodass der größte Teil dieses Spurenelements über die Nahrung in den Körper gelangt. In den Niederlanden ist der Boden jedoch jodarm, wodurch es natürlicherweise nur in begrenztem Umfang in Lebensmitteln vorkommt.
Es ist wichtig für die Bildung der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Diese Schilddrüsenhormone sind verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und damit der Körpertemperatur, für das Wachstum von Geweben (insbesondere des Gehirns) sowie für das Nervensystem. Darüber hinaus ist Jod wichtig für die Gesundheit und Funktion unter anderem der Schleimhäute von Mund und Magen, der Haut, des Brustgewebes, der Speicheldrüsen und des Thymus. Jod besitzt eine stark antimikrobielle Wirkung und wird zur Wund- und Wasserdesinfektion eingesetzt.
Quellen
Speisesalz, Seefisch, Krusten- und Schalentiere, Fleisch, Brotprodukte sowie in geringen Mengen in Milchprodukten.
Viele Medikamente und Reinigungsmittel für Hautwunden enthalten Jod. Es ist auch Bestandteil von Wasseraufbereitungstabletten, die bei der Trinkwasseraufbereitung verwendet werden.
Bis 2009 war es verpflichtend, beim Backen von Brot jodiertes Salz zu verwenden. Heutzutage backen viele Menschen selbst Brot oder entscheiden sich für Bio-Brot, oft ohne Zusatz von jodiertem Salz, oder sie essen gar kein Brot mehr, wodurch das Risiko eines Jodmangels zunimmt. Bei Erwachsenen kann es jedoch Jahre dauern, bis sich ein Jodmangel bemerkbar macht, da der Körper zunächst die Jodreserven der Schilddrüse verbraucht. Dadurch arbeitet die Schilddrüse langsamer. Auch dies wird häufig erst spät diagnostiziert, da die Beschwerden unspezifisch und unscharf sind.
Die erforderliche tägliche Aufnahme von Jod ist altersabhängig, nämlich 40 µg pro Tag bei Säuglingen und 150 µg pro Tag bei Erwachsenen. Während der Schwangerschaft steigt der Jodbedarf auf etwa 200 µg pro Tag.
Jod im Urin
Da bei ausreichender Aufnahme 70–90 % des Jods über den Urin ausgeschieden werden, gilt die Konzentration im Urin als guter Maßstab für den Jodstatus im Körper.