Multi-Elementenanalyse aus schamhaar
Für wen
Die Multi-Elementenanalyse aus Schamhaar ist als Alternative vorgesehen, wenn für eine Multi-Elementenanalyse aus Kopfhaar kein geeignetes Kopfhaar zur Verfügung steht.
Kopfhaar ist bei Haaranalysen grundsätzlich das bevorzugte Untersuchungsmaterial. Wenn Kopfhaar nicht geeignet oder nicht in ausreichender Menge verfügbar ist, kann Schamhaar verwendet werden, um ergänzende Informationen über die Konzentrationen von Mineralstoffen, Spurenelementen und potenziell schädlichen Metallen im Haar zu erhalten.
Eine Haaranalyse ist stets als ergänzende Untersuchung zu betrachten. Die gemessenen Konzentrationen lassen sich nicht direkt auf Konzentrationen im Blut, in Organen oder anderen Körpergeweben übertragen und sind für sich allein nicht geeignet, einen Mangel, eine Intoxikation oder eine Erkrankung festzustellen.
Warum
Mineralstoffe und Spurenelemente sind an zahlreichen physiologischen Prozessen beteiligt, darunter Energiegewinnung, Enzymaktivität, antioxidativer Schutz, Hormonstoffwechsel sowie die Funktion des Nerven- und Immunsystems.
Potenziell schädliche Elemente können unter anderem über die Ernährung, das Trinkwasser, die Umwelt, den Arbeitsplatz oder andere Expositionsquellen aufgenommen werden.
Wenn Kopfhaar nicht verwendet werden kann, bietet Schamhaar eine alternative Matrix zur Bestimmung von Elementkonzentrationen. Der Wachstumszyklus von Körperhaar unterscheidet sich jedoch von dem des Kopfhaars. Daher lässt sich ein Befund aus Schamhaar weniger genau einem bestimmten Zeitraum zuordnen; eine Segmentanalyse von Körperhaar wird im Allgemeinen nicht empfohlen.
Die klinische Aussagekraft der Haarwerte unterscheidet sich je nach Element. Die Ergebnisse sollten daher stets elementspezifisch und im Zusammenhang mit dem klinischen Gesamtbild beurteilt werden.
Wichtig: Eine erhöhte oder erniedrigte Konzentration im Haar entspricht nicht automatisch einer erhöhten oder erniedrigten Konzentration im Blut, in Organen oder anderen Geweben. Auffällige Werte können Anlass geben, mögliche Ursachen weiter zu beurteilen.
Was
Bei der Multi-Elementenanalyse aus Schamhaar werden mithilfe der induktiv gekoppelten Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) 39 Elemente bestimmt. ICP-MS ermöglicht die gleichzeitige Messung einer großen Anzahl von Elementen auch in sehr niedrigen Konzentrationen.
Gemessen werden: Aluminium, Antimon, Arsen, Barium, Beryllium, Wismut, Bor,Kadmium, Kalzium, Chrom, Phosphor Germanium, Eisen, Jod,Kalium, Kobalt, Kupfer, Quecksilber, Lithium, Blei, Magnesium, Mangan, Molybdän, Natrium, Nickel, Platin, Rubidium, Selen, Strontium, Thallium, Thorium, Zinn, Titan, Uran, Vanadium, Silber, Zink, Zirkonium und Schwefel.
Material und Probenentnahme
Materialart: Haar
Auf der Testkit-Seite Haare finden Sie die Anleitung zur Probenentnahme sowie Informationen zu möglichen Ablehnungsgründen.
Kopfhaar wird bevorzugt: Wenn geeignetes Kopfhaar zur Verfügung steht, sollte vorzugsweise die Multi-Elementenanalyse aus Kopfhaar gewählt werden. Schamhaar dient als Alternative, wenn Kopfhaar nicht geeignet oder nicht in ausreichender Menge verfügbar ist.